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LK-Präsidenten strikt gegen Kürzung der Bauern-Einkommen

Landwirtschaft bereit, ihren gerechten Beitrag zur Sanierung zu leisten.
Präsident der LK Österreich © LK Österreich
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"Die Landwirtschaft ist bereit, ihren gerechten Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes zu leisten, doch einseitige Belastungen werden als ungerecht und unsozial abgelehnt. In ihrer heutigen Sitzung haben sich alle neun Landwirtschaftskammerpräsidenten strikt gegen Kürzungen beim Bauern-Einkommen ausgesprochen. Da Arbeiter und Angestellte, Beamte und Pensionisten 2012 ein spürbares Einkommens-Plus erhalten, kann man den Bäuerinnen und Bauern kein Minus zumuten. Solche Vorstellungen haben mit der oft beschworenen Gerechtigkeit aber schon gar nichts zu tun", erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich, nach der Sitzung der LK-Präsidenten.

Diskussion über Umwidmungsabgabe

"Über eine Abgabe auf Gewinne nach Umwidmungen agrarischer Grundstücke ist die Landwirtschaft nach wie vor diskussionsbereit. Die Umwidmungsabgabe brächte immerhin 25% des gesamten Sanierungsbedarfs, die hier von 3% der Bevölkerung aufgebracht werden müssten. Wenn aber nun manche meinen, dass sie die hier zu erwartenden EUR 500 Mio. jährlich quasi als Vorleistung einkassieren können und die Landwirtschaft zusätzliche EUR 500 Mio. durch gekürzte Ausgleichszahlungen, neue Steuern und Streichungen im Sozialbereich aufzubringen hätte, so sind das üble Bazar-Methoden, die wir ablehnen", so Wlodkowski deutlich.

Strukturen ändern

"Die Landwirtschaft war und ist von allen Einsparungsmaßnahmen, die die übrige Bevölkerung treffen, ebenfalls betroffen. Mehr noch: Beim letzten Sparpaket gab es soziale Kürzungen, die nur die Bauernfamilien zu tragen hatten, sonst niemand. Wir können und wollen nicht schon wieder zweimal oder dreimal zur Kasse gebeten werden. Nur weil Äcker, Wiesen und Wälder nicht außer Landes gebracht werden können, können sie und ihre Besitzer doch nicht ständig als einzige Einnahmequellen zur Schuldenreduktion herangezogen werden. Wer es ehrlich mit dem Sparen meint, verändert die Strukturen dort, wo sie die höchsten Kosten verursachen. Dazu hat der Rechnungshof schon eine Reihe gangbarer Vorschläge gemacht", stellte Wlodkowski abschließend fest.
26.01.2012
Autor:Dr. Josef Siffert
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