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Wlodkowski: Tierschutz nicht als Propaganda-Schmäh missbrauchen

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Konsumenten können sicher sein: Nutztierhalter werden mehrfach kontrolliert

„Wenn der Urlaub naht und die Leute nicht ans Spenden denken, muss leider der Tierschutz herhalten, um die Spendengelder wieder fließen zu lassen. Der Tierschutz ist aber eine viel zu ernste Sache, als ihn als Propaganda-Schmäh zu missbrauchen. Die heimischen Nutztierhalter, also die Bäuerinnen und Bauern, werden in Österreich streng kontrolliert. Einerseits sorgt dafür der Gesetzgeber mit den vorgeschriebenen Kontrollen nach der Tierschutzkontrollverordnung, andererseits werden diese Kotrollen bei der Teilnahme an Markenfleischprogrammen noch ergänzt. Die Konsumenten können sich also auf heimisches Fleisch und seine nachhaltige Produktion voll und ganz verlassen“, erklärte Gerhard Wlodkowski, Präsident der LK Österreich. Er ergänzte: „Wir sind jedoch dafür, Einzelfälle, die sich nicht an die Regeln halten, zur Verantwortung zu ziehen.“

Schweinehaltung: Weiterentwicklung
„Der Tierschutz in der Schweinehaltung steht in Österreich nach dem Beschluss des Bun-destierschutzgesetzes im Jahr 2005 nun vor der größten Weiterentwicklung. Es ist fix, dass die Ferkelschutzkörbe durch neue Haltungsformen ersetzt werden. Derzeit arbeiten Wissenschaft und Praxis gemeinsam an Nachfolgemodellen, die von den Tierhaltern jedoch große Investitionen verlangen werden. Diese sind aber bereit, weiterhin in Richtung Qualität, Nach-haltigkeit und Tiergerechtheit zu investieren. Denn die Konsumenten verlangen bei heimischem Fleisch höchste Standards“, stellte Wlodkowski weiter fest.

Umfrage bestätigt Bauern
Keinerlei Verständnis zeigte Wlodkowski jedoch gegenüber den fragwürdigen Methoden selbst ernannter Tierschützer: „Da würde man am liebsten den Fleischkonsum verbieten und sieht den Weg zu diesem Ziel in der ständigen Verschärfung der Tierhaltungsvorschriften, bis der letzte Bauer das Handtuch geworfen hat. Das lehnt jedoch eine übergroße Mehrheit der Österreicher ab, weil sie dann den Import von Fleisch befürchten, welches unter wesentlich niedrigeren Standards irgendwo in Übersee erzeugt wird.“

Eine repräsentative Umfrage von OEKONSULT (n=1207, Jahresende 2011) zeigt, dass je nach Fragestellung nur in etwa 1,1 % bis 3,1 % der österreichischen Bevölkerung weitest-gehend oder gänzlich auf Fleisch oder Wurst verzichten wollen oder sich diese Ernährungs-weise vorstellen können. Jeweils nur rund 1 bis 2 % der Bevölkerung wollen, dass kleinere Bauern durch nationale höhere Tierschutzstandards als in der EU in Bedrängnis gebracht werden. Wlodkowski: „Diese Zahlen bestätigen unser Bestreben, den Tierschutzinteressen der Verbraucher gerecht zu werden, ohne die Grundlagen des Wirtschaftens in Österreich aus den Augen zu verlieren.“
02.07.2012
Autor:Dr. Josef Siffert
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