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Köstinger: EU muss Anbau von Eiweißpflanzen fördern

Studie des Europäischen Parlaments bestätigt ökologischen Nutzen.
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"Die EU-Agrarpolitik muss den Anbau von Eiweißpflanzen stärker unterstützen. Nur so können wir unsere Abhängigkeit von Importen reduzieren und den vollen ökologischen Nutzen daraus ziehen", fordert Elisabeth Köstinger, Agrarsprecherin der ÖVP im EU-Parlament im Rahmen der Präsentation einer Studie über die Bedeutung der Eiweißpflanzen bei der Reform der EU-Agrarpolitik (GAP). "Das EU-Parlament hat bereits mehrmals kritisiert, dass die vorgeschlagene Reform der EU-Agrarpolitik keine Lösungsansätze bietet, um dem massiven Eiweißdefizit in der EU entgegenzuwirken", so Köstinger.

Laut der Studie importiert die EU derzeit 70% ihres Bedarfs an Eiweißerzeugnissen, hauptsächlich Soja. Diese Produkte werden vorrangig in der Tierhaltung benötigt. "Die EU bebaut lediglich 1,8% ihrer Ackerflächen mit eiweißreichen Arten. Gleichzeitig klettert der Weltmarktpreis durch den steigenden Bedarf nach oben. Wenn wir nicht völlig den Anschluss im internationalen Wettbewerb verlieren wollen, müssen wir Eiweißpflanzen bei der Reform der EU-Agrarpolitik durchsetzen", so die EU-Abgeordnete. Sechs konkrete Maßnahmenvorschläge der Studie bestätigen die Forderungen des EU-Parlaments im Zuge der GAP-Reform. "Anstatt Flächen aus der Produktion zu nehmen, sollte der Anbau von Eiweißpflanzen in die sogenannten Greening-Maßnahmen einbezogen werden", so Köstinger.

Außerdem berge die Forderung auch ein ökologisches Potenzial, dass es auszuschöpfen gilt. "Die Kultivierung von Eiweißpflanzen macht den Boden fruchtbarer, reduziert den Bedarf an Düngemittel und trägt zum Erosionsschutz bei. Damit würde ein wichtiger Beitrag zu den Ökologisierungsmaßnahmen der EU-Agrarpolitik geleistet", so Köstinger abschließend.
24.04.2013
Autor:Redaktion
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