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Derzeitige Tätigkeitsschwerpunkte der Landwirtschaftskammer Österreich

Im Rahmen ihrer Aufgabenstellung hat sich die LK Österreich einige Tätigkeitsschwerpunkte gesetzt. Dazu zählt u.a. die Unterstützung für eine flächendeckende umweltfreundliche Bewirtschaftung im Sinne einer "ökosozialen Landwirtschaft".

Internationale Berufsvertretung

Die Agrarpolitik ist innerhalb der Europäischen Union neben der Währungspolitik die einzige gemeinsame Politik. Die Integration und der Binnenmarkt für die landwirtschaftliche Produktion und Vermarktung sind am weitesten fortgeschritten. Für die österreichischen Bauern fallen daher viele für ihr Einkommen unmittelbar relevante Entscheidungen bei den Organen der Europäischen Union in Brüssel. Daher muss die Landwirtschaftskammer Österreich ihren interessenpolitischen Auftrag in einem hohen Maße in Brüssel und bei den Institutionen der Europäischen Union wahrnehmen.

Agrarmärkte, Preise und Einkommen

Die vielfältigen Funktionen der Land- und Forstwirtschaft können nur dann kontinuierlich gesichert werden, wenn die in diesem Bereich Tätigen an der allgemeinen Einkommensentwicklung teilnehmen können. Die Land- und Forstwirtschaft:
  • Versorgt die Gesellschaft mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln und Rohstoffen
  • erhält die Kulturlandschaft
  • und sichert Arbeitsplätze, nicht nur im bäuerlichen Bereich sondern auch in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftszweigen.

Familie, Gesundheit, Soziales

Ein zentrales Thema sind die Fragen der Pensionsreform. Ein Schritt zur Sicherung künftiger Pensionen wurde durch die Novellierung der Sozialversicherungsgesetze (u.a. BSVG) im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2003 gesetzt. Vor der Beschlussfassung im Nationalrat gab es umfangreiche Beratungen auf Expertenebene und politische Gespräche des Bundeskanzlers mit den Sozialpartnern, darunter mit der LK Österreich, die so genannten "runden Tisch"-Gespräche.
Mit dem Beschluss der Pensionsreform 2003 wurde die Neugestaltung des Pensionsrechtes unter dem Gesichtspunkt der Harmonisierung der verschiedenen Systeme in Angriff genommen. Das "Pensionskonto" steht als zentrales Anliegen im Vordergrund. Es geht nicht nur um die Schaffung des Dauerrechtes, sondern auch um sozialverträgliche Übergangsregelungen, um notwendige Belastungen für die Betroffenen verkraftbar zu gestalten.Die Notwendigkeit von Maßnahmen ergibt sich aus der Bevölkerungsstruktur (Überalterung und der steigenden Lebenserwartung).
In der Krankenversicherung ist die Kostensteigerung des Gesundheitswesens, vor allem der Heilmittel, zentrales Thema diverser Beratungen. Die überproportionale Kostensteigerung bei den Heilmitteln soll eingedämmt werden, damit die Krankenversicherungsleistungen weiterhin finanzierbar sind.
Nach Einführung des Kinderbetreuungsgeldes wurde die Stellung der Mütter im Pensionsrecht weiter verbessert. Im Bereich des Arbeitsrechts stehen die Modernisierung des Landarbeitsrechtes, insbesondere eine zeitgemäße Weiterentwicklung des land- und forstwirtschaftlichen Betriebsbegriffes sowie die Weiterentwicklung der land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildung im Vordergrund. Die Bedeutung der Gesetzgebung der Europäischen Union nimmt weiter zu. Die innerstaatliche österreichische Gesetzgebung hat die gesetzlichen Vorgaben der EU zu berücksichtigen.

Bäuerinnen

Den Bäuerinnen kommt bei der Erhaltung und dem Ausbau der Nahversorgung eine zentrale Rolle zu.Sie sind die Trägerinnen der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Förderung, Beratung

Die im Landwirtschaftsgesetz verankerten Ziele der Förderpolitik sind das Einkommen bäuerlicher Familien zu verbessern die Existenz der bäuerlichen Betriebe sicherzustellen die flächendeckende Landwirtschaft dauerhaft abzusichern.

Umwelt

Die Erfolge der landwirtschaftlichen Produktion beruhen auf Eingriffen in die natürliche Umwelt. Land- und Forstwirtschaft einerseits und Umweltschutz andererseits müssen deshalb aber nicht im Gegensatz zu einander stehen. Die Bauern selbst haben ein besonderes Interesse daran ihre Produktionsgrundlagen wirkungsvoll zu schützen. Vorrangiges Ziel der LK Österreich ist das Vorsorgeprinzip der modernen Umweltschutzpolitik.
Im Sinne einer "ökosozialen Landwirtschaft" setzt die österreichische Agrarpolitik auf eine flächendeckende umweltfreundliche Bewirtschaftung.

Bildung und Forschung

Forschung ist für die Land- und Forstwirtschaft Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunftsbewältigung. Sie umfasst unter anderem die Erhaltung der Produktionsgrundlagen, die Produktion optimierter Erzeugnisse und die Anwendung neuer Verfahrenstechiken. Die Land- und Forstwirtschaft hat deshalb Forschungsschwerpunkte im Bereich nachwachsender Energie und Rohstoffe.
Downloads zum Thema
  • LK-Organigramm 1_ 2013
11.01.2013
Autor:Abteilung Kommunikation
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Weitere Informationen:
  • Derzeitige Tätigkeitsschwerpunkte der Landwirtschaftskammer Österreich

  • Aufgaben der Landwirtschaftskammer Österreich

  • Die Landwirtschaftskammern

  • Struktur der Landwirtschaftskammer Österreich

  • LK Österreich-Jahresbericht: Agrarpolitik 2011/12

  • Organisation der Landwirtschaftskammer Österreich

  • Geschichte der bäuerlichen Interessenvertretung in Österreich

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